
Jeder Stamm entwickelt sein eigenes Schutzkonzept. Hier steht, was dahintersteckt, wie der Weg dahin aussieht und wie wir euch dabei begleiten.
Als Stammesvorstand seid ihr vielleicht erstmal verwirrt, wenn ihr von institutionellen Schutzkonzepten hört. Das ist völlig in Ordnung. Wir haben versucht, alle Infos für euch möglichst gut aufzubereiten.
Bei allen Fragen stehen wir euch zur Seite. Schreibt uns gerne eine Mail oder ruft im Diözesanbüro an. Mit dem Thema lassen wir euch nicht allein.
Ein institutionelles Schutzkonzept, kurz ISK, ist ein Konzept zur Prävention vor sexualisierter Gewalt. Sein Ziel ist ein sicherer Lern- und Lebensraum für Kinder und Jugendliche.
Bei der Entwicklung geht es darum, gemeinsam mit allen Leiter*innen über das Thema Kindesschutz ins Gespräch zu kommen. Ihr nehmt mögliche Risikosituationen in den Blick, vereinbart eine gemeinsame Haltung und erarbeitet daraus Verhaltensstandards. All das haltet ihr partizipativ als Handlungsleitfaden für eure gemeinsame Arbeit schriftlich fest.
Ihr könnt euer Schutzkonzept auch gemeinsam mit eurer Pfarrgemeinde erstellen. Dann bekommt ihr als Pfadfinderstamm ein eigenes Kapitel im ISK der Pfarrgemeinde.
Ob das schneller oder unkomplizierter ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Das hängt von vielen Dingen ab, zum Beispiel davon, ob ihr einen guten Draht zur Pfarrgemeinde habt. Wichtig ist: Es ist eure Entscheidung. Die Pfarrgemeinde kann euch dabei keine Vorschriften machen.
Als Stammesvorstand seid ihr dafür verantwortlich, dass die Risikoanalyse durchgeführt und das Schutzkonzept erstellt wird. Ihr müsst das aber nicht aus dem Nichts stemmen: Unsere Multiplikator*innen begleiten und unterstützen euch dabei. Niemand lässt euch in diesem Prozess allein.
Wir sind überzeugt: Ein Schutzkonzept ist ein hilfreiches Instrument für euren Stamm. Denn damit
Ihr geht diesen Weg nicht allein. Drei Dinge stehen euch dabei zur Seite.
Der Arbeitskreis koordiniert die Abläufe im DV und bereitet die Infos für euch auf. Er ist eure erste Anlaufstelle bei allen Fragen rund um das Schutzkonzept.
Ausgebildete Begleiter*innen, die das Thema gut kennen. Sie bearbeiten mit euch die einzelnen Bausteine und beraten euch direkt in eurem Stamm.
Eine Vorlage mit Impulsfragen und Methoden. Damit arbeitet ihr die Bausteine Schritt für Schritt durch und haltet am Ende ein fertiges Schutzkonzept in den Händen.
In vier Schritten zum eigenen Schutzkonzept. Bei jedem Schritt sind Multiplikator*innen, Methoden und das Mantelkonzept an eurer Seite.
Ein Vorgespräch mit dem Stammesvorstand, bei Bedarf eine Grundlagenschulung für die Leiterrunde. Hier klären wir gemeinsam, worum es geht.
Ihr erstellt eine Risiko- und Schutzfaktorenanalyse für euren Stamm. Wo gibt es mögliche Gefährdungen, was schützt schon gut?
Jetzt geht es an die einzelnen Bausteine: Ausbildung und Auswahl der Ehrenamtlichen, Verhaltenskodex, Beratungs- und Beschwerdewege, Interventionsfahrplan sowie Projektabschluss und Qualitätsmanagement.
Zum Schluss haltet ihr euer fertiges Schutzkonzept schriftlich fest, veröffentlicht es im Stamm und gebt es beim DV ab.
Als Pfadfinder*innen sind wir aufmerksam für die Bedürfnisse und Grenzen der anderen und begegnen einander mit Respekt. Auf dieser Haltung baut unser Verhaltenskodex auf.
Er wurde während der Diözesanversammlung 2019 gemeinsam erarbeitet und für alle Gliederungen beschlossen. In den Stämmen und Gremien dient er als Grundlage eigener Regeln und ist individuell erweiterbar. Als Pfadfinder*in verpflichte ich mich zu diesen Punkten:
Ob Erstgespräch, Materialien oder eine konkrete Frage zum Ablauf: Meldet euch beim AK Prävention oder im Diözesanbüro. Wir gehen den Weg gerne mit euch.